Südtirol

Die Autonome Provinz Bozen-Südtirol liegt im Norden Italiens und bildet mit der benachbarten Provinz Trient die Region Trentino-Südtirol. Bei einer Einwohnerzahl von rund 500.000 Menschen beträgt die Fläche ca. 7.400 Quadratkilometer. Die Bewohner sind überwiegend römisch-katholisch. Seit 1919 gehört Südtirol zu Italien, vorher war es ein Teil von Österreich im Habsburger Reich. Amtssprachen sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch.

Oberbozen, Berglandschaft um das Bozner Tal

Die Hauptstadt ist Bozen (Bolzano), welche neben Trient auch für die Region amtliche Funktionen übernimmt. Die Bezirke sind: Bozen, Burggrafenamt, Eisacktal, Pustertal, Salten-Schlern, Überetsch-Unterland, Vinschgau und Wipptal.

Ritten, Blick zum Schlern und Rosengarten

Südtirol ist vom Gebirge geprägt. Der höchste Berg ist der Ortler (3.905 Meter ü. NN.). Die Hochregionen werden von alpinem Klima beherrscht. Aufgrund seiner Lage auf der Alpensüdseite sind die darunter liegenden Täler von Eisack und Etsch, Pustertal und Vinschgau von einem mildem Klima begünstigt. Daher ist Obst- und Weinanbau auf fruchtbaren Böden möglich.

St. Michael mit Monte Penegal

Größte Städte sind Bozen mit etwa 100.000 Einwohnern, Meran, Brixen, Leifers und Bruneck. Südlich von Bozen gibt es einen Flughafen mit Verbindungen nach Rom. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug Eurostar Italia ist Bozen auch auf der Schiene an die italienische Hauptstadt angebunden. Von München verkehren Eurocity-Züge über Brixen, Bozen und Trient nach Verona und Bologna bzw. Venedig. Ein wichtiger Bahnhof befindet sich am Brenner, von wo Regionalzüge bis nach Meran bzw. Bologna fahren.

Bozen, Regionalzug am Hauptbahnhof

Die für Südtirol wichtigste Straßenverbindung ist die A 22 vom und zum Brennerpass. Sie führt als A 12 und A 13 von der deutsch-österreichischen Grenze über Innsbruck in die norditalienische Tiefebene und die großen Industriezentren. Aufgrund einer Höhe von nur 1.374 Metern ü. NN. kann der Brennerpass ganzjährig befahren werden.

Klobenstein, Tourismusverein Ritten

Landwirtschaft spielt in Südtirol noch eine große Rolle. Daneben gibt es auch einige Industrieansiedlungen, die größte im Süden der Hauptstadt Bozen im Stadtteil Oberau. Hier befindet sich auch das Messegelände mit eigenem Bahnhof an der Strecke Brenner-Bozen-Meran. Die größte Bedeutung kommt jedoch dem Tourismus zu. Besonders beliebt ist die Region bei Deutschen, Österreichern und Italienern. Auch Übernachtungsgäste aus dem europäischen Ausland und Nordamerika schätzen den guten Service und die Freundlichkeit von Südtirol.

St. Pauls, Schloss Warth

An Freizeitaktivitäten genießen das Wandern und der Radsport eine hohe Priorität. Bergbahnen führen auf hohe Berge, wo gut ausgebaute und alpine Wege auf den Gast warten. In den Tälern erstreckt sich ein Netz von Radwegen, das für Anfänger wie auch Profis geeignet ist. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören die zahlreichen Burgen, die hier eine ungewöhnlich hohe Dichte haben. Auch alte Dorfkirchen und Kapellen mit wundervollen Preziosen sowie Bildstöcke und Jesuskreuze laden zum Besuch und Innehalten. Für heiße Sommertage eignet sich ein Badeausflug zum Kalterer See und einigen kleineren Gewässern. Wassersport wird etwa am Reschensee und Haidersee betrieben.

Lengmoos, die mittelalterliche Pfarrkirche mit Hospiz