Zittauer Schmalspurbahn

Die Zittauer Schmalspurbahn hat eine Spurweite von 750 mm und verkehrt von Zittau in der Oberlausitz nach Kurort Oybin und Kurort Jonsdorf. Beide liegen im Zittauer Gebirge, dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, das wiederum ein Teil der Sudeten ist. Seine Fortsetzung wird vom Iser- und Riesengebirge gebildet. Im Süden grenzt die Tschechische Republik, im Osten Polen an diese Landschaft.

Diesellok am Bahnhof Zittau

Zittau hat etwa 28.000 Einwohner und kann mit der Regionalbahn vom Dresdner Hauptbahnhof erreicht werden. Hier befindet sich eine Umsteigegelegenheit ins böhmische Liberec (Reichenberg). Der Bahnhof der Schmalspurbahn liegt separat, wenn man aus dem Hauptbahnhof heraustritt, gleich auf der linken Seite. Die Fahrkarten sind in einem Verkaufsraum erhältlich, und zwar gegenüber der Stelle, wo die Züge abfahren. Es gibt Ermäßigungen für Kinder, Reisegruppen, Studenten und Mehrfahrtenkarten. Ebenso können Tickets ohne Aufpreis im Zug beim Schaffner gelöst werden. Fahrräder und Skier werden kostenlos mitgenommen. Fahrpläne sind auf der Homepage der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft einsehbar.

Gemütliche Sitzplätze im Waggon

Im Betrieb sind Dampflokomotiven, eine Diesellok sowie ein Triebwagen, die an liebevoll restaurierte historische Personenwagen angekoppelt sind. Es werden Sonderfahrten zum Beispiel mit dem Sachsenzug, Stadtwächter-Zug, Oybiner Burg- und Kloster-Zug oder Musik-Zug angeboten. So lässt sich der Ausflug noch mit einem geführten Stadtrundgang in Zittau oder einer Besichtigung von Oybin verbinden. An Bord gibt es einen kleinen gastronomischen Bereich.

Wartender Zug am Bahnhof Bertsdorf

Die meisten Züge fahren in der Hauptsaison von April bis Oktober. Für die Strecke von Zittau nach Jonsdorf bzw. Oybin benötigt man etwa eine dreiviertel Stunde, wenn man nicht umsteigen muss. Haltepunkte bzw. Bahnhöfe sind in Zittau Haltepunkt, Zittau Süd, Zittau Vorstadt, Olbersdorf Niederdorf, Olbersdorf Oberdorf und Bertsdorf (Bahnhof). Hier teilt sich die Strecke, abwechselnd fährt der Zug nach Jonsdorf oder nach Oybin. Wer in den anderen Ort möchte, muss hier umsteigen. Aber keine Sorge, das geht leicht und schnell, denn der andere Zug steht schon bereit. Der Bahnhof Bertsdorf liegt eigentlich noch am Rande von Olbersdorf.

Rangierende Dampflok am Bahnhof Bertsdorf

Nun geht es hinein ins Zittauer Gebirge. Auf der einen Seite über Kurort Jonsdorf Haltestelle direkt zum Bahnhof von Jonsdorf. Auf der anderen Seite über Kurort Oybin Niederdorf und Teufelsmühle zum Bahnhof Oybin. Die Streckenlänge von Zittau bis Oybin beträgt knapp über zwölf Kilometer. So bummelt man gemächlich durch die Landschaft und hat viel Zeit, sich die Schönheiten selbiger zu Gemüte zu ziehen. Dank der Tatsache, dass der Zug so oft hält, ergibt sich natürlich auch für Wanderfreunde die Chance, die Umgebung zu erkunden.

Stehende Waggons in Oybin

Oybin ist nicht groß und liegt direkt an der tschechischen Grenze. Zum Gemeindegebiet gehören noch die Siedlung Hain und der Luftkurort Lückendorf. Das Wahrzeichen ist der Berg Oybin, ein Felsenmassiv mit einer mittelalterlichen Burg- und Klosteranlage. Weitere Erhebungen sind der Ameisenberg (581 Meter ü. NN.), der benachbarte Töpfer (582 Meter ü. NN.) und der Hochwald (749 Meter ü. NN.) mit einem Aussichtsturm. Auf Schusters Rappen kann man in den Kurort Jonsdorf schlendern und von dort mit der Schmalspurbahn wieder nach Zittau zurückfahren. Zur Orientierung empfiehlt sich die Kompass-Karte Wandern/Rad 811 Oberlausitz/Zittauer Gebirge.

Dampflok am Bahnhof Oybin

Oybin

Der Kurort Oybin befindet sich in Sachsen, im Zittauer Gebirge, dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands. Zwei Kilometer weiter verläuft die Grenze zu Tschechien, und auch Polen ist nicht weit. Von Dresden beträgt die Entfernung etwa 120 Kilometer, die Fahrtdauer ungefähr zwei Stunden.

Wer nicht mit dem eigenen Auto anreisen will, kann vom Dresdner Hauptbahnhof bequem die Regionalbahn bis Zittau nehmen und dort auf die Zittauer Schmalspurbahn umsteigen. Sie bummelt gemütlich in einer dreiviertel Stunde nach Oybin und wird zumeist von Dampfloks gezogen. Zum Gemeindegebiet gehören noch die Siedlung Hain direkt an der Grenze und der Luftkurort Lückendorf.

Bahnhof Oybin

Oybin liegt am Fuße des gleichnamigen Berges, einem Felsenmassiv, auf dem eine Burg- und Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert steht. Im Ort finden sich einige der für die Oberlausitz so typischen Umgebindehäuser. Den Gast erwarten eine gute Anzahl Hotels, Pensionen und private Zimmervermieter. In gepflegten Gaststätten und Cafés kann man es sich wohl schmecken lassen. In der Hauptstraße befindet sich das Haus der Gastes. Hier und da kann man sich ein Souvenir kaufen oder in den Geschäften stöbern. Von der barocken Kirche führt ein Weg zum Burgtor hinauf. Dabei sollte man den Besuch der Felsenschlucht nicht verpassen. An deren Eingang verzaubert ein magischer Platz den Besucher, der mit einer Steinpyramide und einem Denkmal für die Kriegsopfer geschmückt ist.

Berg Oybin (514 Meter ü. NN.)

Ganz oben erstrahlt die mittelalterliche Festung in neuem Glanz. Bei der Sanierung in den 1990er Jahren wurde hier viel Geld investiert. Auf alten Mauern wurde ein neues verglastes Gebäude für den Kassenbereich gebaut. In einem Museum, das sich in der Klosteranlage befindet, können Fundstücke und Dokumente besichtigt werden. Zur Veranschaulichung sind alle Ausstellungsstücke textlich dargestellt. Vom Friedhof, auf dem noch immer Menschen beerdigt werden, hat man das Zittauer Gebirge gut im Blick.

Burg- und Klosteranlage

Nachdem man den Aufstieg zur Camera Obscura geschafft hat, kann man im Café einen Moment entspannen. Anschließend empfiehlt sich noch der Rundweg um den Gipfel, der mit herrlichen Aussichten auf Ort und Gebirge sowie interessanten Felsformationen belohnt. Wieder unten angekommen, sollte man noch die prachtvolle Dorfkirche besuchen, deren Sitzbänke wie in einem Hörsaal terrassenartig angeordnet sind. Im Frühjahr und Herbst finden gleich gegenüber auf der Naturbühne die Ritterspiele Oybin statt.

Die barocke Bergkirche

Bekannte Berge sind der Ameisenberg (581 Meter ü. NN.), der gegenüber liegende Töpfer (582 Meter ü. NN.) und der Hochwald (749 Meter ü. NN.) an der tschechischen Grenze, auf dem auch ein Aussichtsturm steht. Auf beiden letzteren sind die sogenannten Bauden zu finden. Die Gegend ist wie gemacht für längere Wandertouren. Unweit liegen der Kurort Jonsdorf und Waltersdorf mit einem Volkskunde- und Mühlenmuseum. Für Städtebesichtigungen empfiehlt sich Zittau (12 Kilometer) mit seiner gut erhaltenen Altstadt und dem Olbersdorfer See und natürlich Görlitz (44 Kilometer).

Oybin mit Scharfenstein und Brandhöhe

Die deutsch-polnische Doppelstadt an der Neiße hält viele Entdeckungen bereit. Dazu gehören die gut sanierten Gründerzeithäuser wie auch die Altstadt, die sowohl Prachtbauten als auch Bürgerhäuser, Türme, Tore und Kirchen aufzuweisen hat. Von der gegenüber liegenden Stadt Zgorzelec lohnt sich nicht nur der Blick auf die Görlitzer Stadtsilhouette, sondern auch der Besuch der Oberlausitzer Ruhmeshalle (heute Dom Kultury), der architektonisch dem Reichstag in Berlin nachempfunden ist.

Blick von der Klosteranlage Richtung Zittau

Seefeld in Tirol

Die Gemeinde Seefeld in Tirol ist einer der beliebtesten Wintersportorte in Österreich. Sie liegt rund 10 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt zwischen dem Wetterstein- und Karwendelgebirge auf 1.180 Metern ü. NN. Nachbarorte sind Leutasch, Mösern und Buchen, Reith und Scharnitz. Die beherrschende Kulisse bildet die Reither Spitze mit 2.374 Metern ü. NN., in deren Umfeld gibt es auch mehrere Bergbahnen.

Seefeld von der Wettersteinstraße aus