Zgorzelec

Den Besuch des polnischen Zgorzelec sollte man bei einem Stadtbummel durch Görlitz auf keinen Fall auslassen. Die Kreisstadt im Powiat Niederschlesien besteht aus der ehemaligen Görlitzer Neißevorstadt und umliegenden Wohngebieten aus der Zeit nach dem Krieg. Darüber hinaus gehören zum Gemeindegebiet noch eine Vielzahl an Ortsteilen.

Ein schönes Panorama auf die Altstadt belohnt den Besuch.

Eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten kann man auch zu Fuß entdecken. Charakteristisch für das Neißepanorama ist die Mühle, die neben der Altstadtbrücke steht. Sie gab es schon immer in der Stadt. Das Jakob-Böhme-Haus befindet sich in direkter Nachbarschaft. Jakob Böhme wohnte von 1599 bis 1610 darin. Er war ein bedeutender Philosoph und beeinflusste spätere Wissenschaftler wie Isaac Newton.

Inschrift am Jakob-Böhme-Haus

Auf einer Tafel an der Hauswand sind Informationen verzeichnet, im Gebäude wurde ein kleines Museum eingerichtet. An Denkmalen gibt es das Millenium-Denkmal, den Felsstein im Park zur Erinnerung an die Idee der Europastadt und die Nachbildung der Kursächsischen Postmeilensäule. Das Original wurde nach 1945 zerstört, die fünf Meter hohe Nachbildung steht genau an der Altstadtbrücke.


Oberlausitzer Ruhmeshalle

Die größte Sehenswürdigkeit in Zgorzelec ist die Oberlausitzer Ruhmeshalle. Sie wurde um 1900 vom Architekt des Reichstages, Hugo Behr, erbaut. Damit wollte man dem ersten Kaiser des Deutschen Reiches, Wilhelm I., huldigen. Das Bauwerk diente als Kunstgalerie und Museum der Oberlausitzer Kultur. Unter der 42 Meter hohen Kuppel befindet sich eine 21 Meter hohe Halle, die mit Marmor ausgestaltet ist. An den Treppenaufgängen wachen zwei große Löwinnen.

Die große Halle im Inneren führt zu allen weiteren Räumen, den Treppenaufgang bewachen zwei Löwinnen.

Ornamente und Reliefe sind weitere Bestandteile der Ruhmeshalle. Sie ist täglich geöffnet und bietet dem Besucher außer der Architektur noch Ausstellungen zu wechselnden Themen und regelmäßige Veranstaltungen. Daneben befindet sich ein sehr neuzeitliches Amphittheater. Im angrenzenden Park kann der Besucher unter hohen Bäumen einen Spaziergang machen und die Ruhe genießen. Hier gibt es einen kleinen See mit Insel.

Oberlausitzer Ruhmeshalle

Auch sakrale Bauten sind in Zgorzelec vorhanden, wie die Sankt-Bonifatius-Kirche, die moderne Sankt-Josef-Kirche und die Griechisch-Katholische Kirche, in der immer noch Gottesdienste und Veranstaltungen abgehalten werden. Im Süden der Innenstadt steht ein 1,5 km langes Eisenbahnviadukt von 1846. Die Ortsteile von Zgorzelec bieten auch heute noch ein abwechslungsreiches Bild. Sie sind ländlich geprägt und weisen eine Vielzahl an mittelalterlichen Kirchen, Bauernhäusern, Fachwerkgebäuden und einige prächtige Schlösser auf.

Über die Altstadtbrücke geht es nun ins polnische Zgorzelec. Hier eine Ansicht vom Mühlenkomplex, der auch von der deutschen Seite gut zu sehen ist.

Die erste Häuserzeile am Neißeufer, sehr beliebt zum Hinsitzen und Seele baumeln lassen.

Das Jakob-Böhme-Haus steht nicht weit entfernt von der Brücke.

Nicht schön, aber ein Hingucker sind die Häuser an der Ignacego Daszynskiego.

Das Kulturhaus von Zgorzelec war früher die Oberlausitzer Ruhmeshalle. Kunstvolle figürliche Darstellungen machen dieses Gebäude zu etwas Besonderem.

Ein romantischer Park unweit der Neiße

Hier kann man schnell die Zeit vergessen...

Ein verlassenes Haus steht am Rande des Parks. Welche Familie mag hier wohl gewohnt haben, wieviel Glück, wieviel Trauer hat dieses Haus erlebt ?