Bad Saulgau

Einen Rundgang durch Bad Saulgau startet man am besten vom Bahnhof aus. Durch die kurze Bahnhofstraße geht es sogleich hinein in die Hauptstraße. Hier biegt man links ab und hält sich immer geradeaus, um in die Altstadt zu gelangen. Vorbei am neu erbauten Hotel Kleber-Post überquert man die Poststraße und erkennt schon die ältesten Häuser. Somit steht man im romantischsten Teil der Stadt in Oberschwaben und kann diese bequem auf eigene Faust entdecken. Von der Hauptstraße zweigen noch eine Reihe kleinerer Gassen ab.

Haus am Markt mit Teil der Stadtkirche

In Sichtweite liegt auch schon der Marktplatz, welcher ein historisches Gesamtensemble bildet. Zugleich ist er das Zentrum und bietet einige Gaststätten und Cafés mit Sitzplätzen im Freien. Hier befinden sich die Stadtkirche St. Johannes Baptist, das „Haus am Markt“ aus dem 15. Jahrhundert und Ecklädele aus dem 16. Jahrhundert. Der Röhrbrunnen wird vom Saulgauer Wappen geschmückt. Gleich mehrere Straßenzüge treffen hier aufeinander. So schön die Häuser sind, sie werden immer noch gepflegt, bewohnt und von Geschäften genutzt. Bad Saulgau bietet eine gute Nahversorgung.

Statue der Kaiserin Maria Theresia

Entlang der Kirche folgt der Besucher der Schützenstraße und kann eine gute Anzahl von Fachwerkhäusern in Augenschein nehmen. Dem Gotteshaus gegenüber findet man gleich die Statue der Kaiserin Maria Theresia. Ihr Sockel trägt die Aufschrift: „Zur Erinnerung an die vorderösterreichische Zeit von Saulgau 1299 - 1806“. Zu den eindrucksvollen Gebäuden gehört auch die ehemalige „Taferne zum Raben“ an der Kreuzung Schützenstraße / Pfarrstraße. An der Außenwand ist eine Chronik mit allen Hausbesitzern vom 16. Jahrhundert bis 1986 zu lesen. Die Liste umfasst immerhin 19 Besitzerwechsel. Gegenüber wird der Besucher von der Pracht des Buchauer Amtshauses verzaubert. Der davor aufgestellte Narrenbrunnen wird alljährlich zur Fasnetszeit seiner wahren Bedeutung gerecht.

Buchauer Amtshaus

Am Ende der Oberamteistraße findet man den Gebäudekomplex, von dem sich ihr Name ableitet: Die Oberamtei. Sie gehörte lange Zeit zu einem Franziskanerinnenkloster, das vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Bestand hatte. Der habsburgische Kaiser Joseph II. löste diese Institution auf. Von dem Zeitpunkt an diente das Gebäude als Rathaus, nach der Zugehörigkeit zu Württemberg auch als Oberamtsverwaltung. Das hierzu gehörende Sießener Haus ist das älteste urkundlich belegte Bürgerhaus der Stadt. Im Innenhof findet man auf einem Podest die Büste des Königs Wilhelm II. von Württemberg, der das Land von 1891 bis 1918 regierte. Sie trägt die Aufschrift: „Saulgau gehörte von 1806 bis 1918 zum Königreich Württemberg“. Benachbart gibt es zwischen Fuchsgasse, Hauptstraße und Kaiserstraße noch Reste der Stadtbefestigung zu sehen.

Ein ehemaliges Kloster: Die Oberamtei

Eine Empfehlung wert ist der Gasthof Bürgerstüble in der Blauwstraße 12. Die Speisekarte ist nicht sonderlich vielfältig, aber hat alles, was die schwäbische Küche zu bieten hat. Dazu kommt eine gute Auswahl an Beilagen, Salaten, kalten und heißen Getränke. Darüber hinaus besteht die Wahl zwischen kleiner und großer Portion. Die kleine Portion ist völlig ausreichend, die große ist riesig. Das Publikum im Bürgerstüble ist gemischt und das Ambiente ist gemütlich. Sowohl Einheimische als auch Ausflügler gehen gerne dort hin, denn Qualität spricht sich herum.

Partie in der Bachstraße

Anbindung


Bad Saulgau ist eine Kleinstadt im Landkreis Sigmaringen, in der Nähe der Donau, zwischen Schwäbischer Alb und dem Bodensee. Die Stadt liegt an der B 32 und ist über weitere Bundesstraßen in Richtung Sigmaringen von Reutlingen / Ulm / Bodensee aus problemlos zu erreichen.
In Bad Saulgau gibt es einen Bahnhof. Bahnverbindungen nach Ulm, Tuttlingen, Neustadt / Schwarzwald, Aulendorf, Sigmaringen, Tübingen, Reutlingen, Esslingen, Stuttgart.