Der Bussen in Oberschwaben

Der Bussen - der heilige Berg

Das bekannteste Wahrzeichen der Gegend ist der 767 Meter hohe Bussen, der auch als heiliger Berg Oberschwabens bezeichnet wird. Auf ihm stehen die Wallfahrtskirche und die Bussenruine. Die Kirche wurde bereits im frühen Mittelalter in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Die Verehrung der schmerzhaften Muttergottes ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt. Für die Besucher und die hier stattfindende Marienwallfahrt wurde die Kirche um 1960 erweitert.

Offingen mit dem Bussen

Über das Jahr verteilt finden verschiedene Wallfahrtstage statt, die auch auf Nachfrage für Gruppen angeboten werden. Über das Bussenpfarramt können Führungen und Gottesdienste angemeldet werden. Das Geistliche Zentrum auf dem Bussen vermittelt Interessierten spirituelle Inhalte und motiviert zu einer christlichen Lebensgestaltung. An der Pflege der Kirche sind zudem die Franziskanerinnen des Klosters Sießen beteiligt. Weitere Veranstaltungen sind Rosenkranzgebete, Eucharistiefeiern, Dämmerschoppen und Abendgesänge.

Die Wallfahrtskirche auf dem Bussen

Von der Aussichtsterrasse schweift der Blick auf die oberschwäbische Landschaft. Man sieht den Federsee mit Bad Buchau, und an sehr klaren Tagen das Ulmer Münster sowie auch das Alpengebirge vom Allgäu bis zur Schweiz. Auf der anderen Seite des Berges befindet sich die Bussenruine mit Aussichtsturm.

Blick über Oberschwaben mit dem Federsee

Alte Gemäuer - die Bussenruine

Die mittelalterliche Burganlage auf dem Bussen kam gegen Ende des 13. Jahrhunderts in den Besitz der Habsburger und gelangte im 14. Jahrhundert an die Truchsesse von Waldburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden zerstört und anschließend teilweise abgetragen, um die Steine woanders zu verwenden. Das Haus Thurn und Taxis kaufte die Burg im Jahre 1785 und sicherte sie vor dem Zerfall. Bis 1997 blieb der Besitz beim Fürstenhaus, seitdem ist der Landkreis Biberach für den Erhalt zuständig.

Bussenruine

Gleich vor der Ruine läuft der Besucher über eine grüne Wiese mit Bäumen, einem Kruzifix und Gefallenendenkmal. Den Eingang passiert man durch ein großes steinernes Tor. Bezahlen muss man hier nichts, denn die Besichtigung ist kostenlos. Im Umfeld wurde eine Informationstafel aufgestellt, um den Interessierten geschichtliches Wissen zu vermitteln. Gut erhalten sind noch einige Mauern, der Burggraben sowie der begehbare Aussichtsturm, zu dem eine Treppe hinaufführt. Auf der Plattform findet sich eine Navigationstafel mit Ortsnamen und ihren Entfernungen von hier. Die visuelle Entdeckungsreise lässt den Besucher ein einzigartiges Panorama über Oberschwaben und die umliegenden Dörfer erleben. An schönen Tagen erkennt man am Horizont die Alpen.

Blick Richtung Norden

Das Dorf Offingen

ist ein Teil der 3600 Einwohner zählenden Gemeinde Uttenweiler im Landkreis Biberach. Die nächste Stadt und Bahnhof ist Riedlingen. Offingen ist ein ländlicher und sehr gläubiger Ort. Die gesamte Gegend ist vom Grund her katholisch. Zudem ist Oberschwaben das Land der barocken Kirchen und Kapellen, und so begegnet man den prächtig ausgeschmückten Gotteshäusern auf Schritt und Tritt. Rund um Offingen sind auch mehrere Kruzifixe zu finden, wo der Besucher die Möglichkeit der stillen Einkehr hat.

Die Dorfkirche mit Bussenkirche im Hintergrund

Das Pfarramt befindet sich in der Ortsstraße 25. Gegenüber ist die schön restaurierte Dorfkirche gelegen. Direkt nebenan plätschert ein Brunnen vor sich hin. Im Ort gibt es eine gute Anzahl Gasthäuser, die sich überwiegend am Bedarf auswärtiger Gäste orientieren. Hier können auch Kaffee und Kuchen sowie Vesper eingenommen werden.