Schwarzwald - Geschichte

Frühzeit

Den Namen erhielt der Schwarzwald schon von den Römern, die bei ihrer Eroberung von Germanien auch in diese Gefilde vordrangen. Für sie erschien das Waldgebiet aufgrund seiner Größe als bedrohlich, angsteinflößend. Um Christi Geburt lebten wohl nur sehr wenige Menschen im heutigen Schwarzwald. Es handelte sich um Kelten, die nachgewiesenermaßen auch Bergbau und Tauschhandel mit anderen Völkern betrieben. Später kamen Alemannen in die Gegend. Doch auch in den Zeiten, als überall Dörfer und Städte gegründet wurden, blieb die Erschließung des Schwarzwaldes verhalten.

Küssaburg bei Waldshut-Tiengen

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

Nach wie vor waren es nur wenige Menschen, die in den abgelegenen Tälern und an Bergrändern von einer ärmlichen Landwirtschaft leben wollten. Beliebter waren stets die fruchtbaren Gegenden im Rheintal, das westlich an den Schwarzwald grenzt. Hier herrscht stets ein gutes Klima, das von der geografischen Lage und den Winden begünstigt wird. Größere Städte wie Karlsruhe, Pforzheim, Straßburg und Freiburg entwickelten sich an den Randlagen. Ansiedlungen im Schwarzwald mussten besonders gefördert werden.

Marktplatz in Freudenstadt

So entstand auch Freudenstadt zu Beginn des 17. Jahrhunderts, das als Residenzstadt angelegt worden war. Territoriale Interessen teilten den Schwarzwald in einen badischen und württembergischen Teil. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert bot eine neue Chance, betraf aber nur die Orte am Rande des Schwarzwaldes.