Sehenswürdigkeiten in Oberschwaben

Eine ländliche und sehenswerte Gegend

Die Landschaft von Oberschwaben ist eine ganz besondere: Zwischen Schwäbischer Alb, Donau und Bodensee gelegen, ist sie in weiten Teilen unberührt und geradezu ländlich, und deshalb ideal zum Entspannen. In dieser Umgebung lassen sich zahlreiche Ausflugswünsche realisieren. Kleinstädte mit unverwechselbarer Originalität laden zur Besichtung ein. Über eine mittelalterliche Altstadt mit sehenswertem Baubestand verfügen unter anderem Biberach, Riedlingen, Ehingen, Pfullendorf, Mengen oder Bad Saulgau.

Altstadt in Riedlingen

Da Oberschwaben eine katholische und noch immer sehr gläubige Gegend ist, finden sich hier auch viele Klöster, Kirchen und Kapellen, zudem Kreuzwege mit Bildstöcken für die Wallfahrt. Auch trifft man an Wegkreuzungen nicht selten auf Holzkreuze mit Inrifigur, unter denen man sich auf einer Bank zur Ruhepause niederlassen kann. Die Oberschwäbische Barockstraße verbindet die prachtvollsten und ausdrucksstarksten Sehenswürdigkeiten, wie das Kloster Zwiefalten, Obermarchtal, Heiligkreuztal, Schussenried oder die Wallfahrtskirche Steinhausen.

Wallfahrtskirche Steinhausen

Die Landschaft ist recht hügelig und besteht zu großen Teilen aus Flächen für die Land- und Viehwirtschaft, aber auch aus Wald. Allerdings gibt es auch einige höhere Erhebungen, wie den Bussen, den „heiligen Berg Oberschwabens“ bei Riedlingen oder den Höchsten in der Nähe von Heiligenberg. Ein Besuch am Schloss Heiligenberg belohnt mit einer tollen Aussicht auf die Alpen. Und hier kann man nicht nur gut wandern oder Radtouren machen, auch Badegäste kommen auf ihre Kosten. Es gibt mehrere zusammenhängende Gebiete mit Seen, so rund um den Illmensee oder die Zielfinger Baggerseen bei Krauchenwies.

Schloss Heiligenberg

Das größte Gewässer, wenn auch nicht unbedingt zum Baden geeignet, ist der Federsee bei Bad Buchau. Ursprünglich war der See um ein Vielfaches größer, und so liegen Ortschaften, die vor über 1000 Jahren rundherum gegründet wurden, heute am Rande eines großen Moorgebietes. In Bad Buchau hat man sich schon früh auf Gäste ausgerichtet, und so findet man neben einer sehenswerten kleinen Altstadt auch noch weitere Sehenswürdigkeiten. Im Wackelwald wippen die Bäume, wenn man auf den Boden hüpft, so locker ist hier der Boden. Am Federsee befindet sich ein archäologisches Museum mit einer rekonstruierten Moorsiedlung und Pfahlbauten.
Weiter führt der Weg über den Federseesteg, von dem der Besucher eine gute Aussicht auf die unter Naturschutz stehende Gegend hat.

Blick vom Knopfmacherfels bei Beuron

Oberschwaben ist wenig verstädtert, die Größe vorhandener Städte hält sich dadurch in Grenzen. Die bevölkerungsmäßig größte angrenzende Stadtregion ist Ravensburg mit Weingarten. Es gibt viel zu entdecken, besonders in Ravensburg lässt sich so mancher Bummel durch die Geschäfte gut mit einer Besichtigung der Altstadt verbinden. Nicht umsonst wird das 50.000 Einwohner zählende Zentrum der Region Oberschwaben "Die Stadt der Türme und Tore" genannt. Die vielen erhaltenen Stadttore, Türme und Kirchen tragen ein Wesentliches zum Erscheinungsbild von Ravensburg bei, auch der Stadtbach fließt hier noch offen. Zwei der Stadttürme können bestiegen werden, insgesamt sind es mehr als ein Dutzend.

Kirche Sankt Jodok in Ravensburg

Ravensburg liegt vor den Toren des Allgäus, das mit den bekannten Orten Wangen und Isny im Württembergischen sowie Kempten und Oberstdorf im bayerischen Teil aufwarten kann. Der Schwarze Grat befindet sich an der Grenze zu Bayern und ist Teil des Voralpengebirgszuges Adelegg und erreicht hier eine Höhe von 1.118 m ü.NN. Er ist der höchste Berg des früheren Landes Württemberg.

Oberschwäbisches Museumsdorf in Kürnbach