Unterzeismering, Marienkirche

 Marienkirche mit dem Altar aus dem 16. Jahrhundert

Tutzing, alte Pfarrkirche Sankt Peter und Paul

Barocke Pfarrkirche auf dem Friedhof am Starnberger See

Dresden, der Schloßplatz mit der Katholischen Hofkirche

Links daneben ist ein Teil des Residenzschlosses, rechts dahinter die Semperoper zu sehen.

Dresden, Brühlsche Terrasse

Der Treppenaufgang

Wasserfontäne mit Blick auf die Elbbrücke und die Neustadt

Die Elbe mit Raddampfer, dahinter die Brühlsche Terrasse mit der Kunstakademie und der Frauenkirche im Hintergrund

Dresden, der Fürstenzug

Ein über 100 Meter langes Wandgemälde am Stallhof, mit den Motiven der Regenten aus dem Hause Wettin.


Dresden, Hotel Hilton

Ganz nah an der Frauenkirche, und inmitten der großen Attraktionen der Altstadt.
Der Eingang befindet sich in einer Seitenstraße, ein Teil der Zimmer bietet einen direkten Blick auf die Kirche.

Dresden, Coselpalais

Grand Café und Restaurant gegenüber der Frauenkirche

Dresden, Trümmerstück der alten Frauenkirche

Es stammt aus der Kuppel und wurde 2005 zu Füßen des neuen Gotteshauses aufgestellt.


Dresden, Kutschfahrten in der Altstadt

Eine schöne Art, Dresden zu erkunden.


Dresden, wieder aufgebaute Häuserzeile bei der Frauenkirche

Rampische Straße

Dresden, Statue von Friedrich August II., König von Sachsen

Dahinter das Steigenberger-Hotel de Saxe

Dresden, Martin-Luther-Denkmal vor der Frauenkirche


Dresden, der Neumarkt mit der Frauenkirche

Hier hat sich die Stadt Mühe gegeben und die Häuser originalgetreu wieder aufgebaut.


Dresden, Johanneum am Neumarkt

In diesem Gebäude befindet sich das Verkehrsmuseum mit 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Altstadtgasse in Dresden

Rechts zu sehen ist das Aparthotel Am Schloss.

Dresden, archäologische Ausgrabungen im Stadtzentrum

Seit September 2013 finden rund um Kulturpalast und Frauenkirche Ausgrabungen statt.

An der Grabungsstelle erhält man einen Einblick in die Räume der Gebäude. Erhalten sind noch viele Details wie Böden, Fenster und Türen.

Die ans Tageslicht beförderten Grundmauern stammen von der historischen Altstadt Dresdens, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

 Auf Informationstafeln in verschiedenen Sprachen kann man nachlesen, was sich hier tut.

Die entdeckten Häuser sind vom 13. bis 18. Jahrhundert erbaut worden.

Dresden, Kulturpalast

Das Gebäude im sozialistischen Stil wird derzeit runderneuert (Juni 2014).


Schwäbische Alb

Eine ursprüngliche Landschaft und reichlich Erholung

Die Schwäbische Alb liegt inmitten des Bundeslandes Baden-Württemberg und hebt sich als bewaldete Steilstufe bis zu 400 Meter vom Unterland ab. Ihr höchster Punkt ist der Lemberg (1015 m ü. NN) bei Gosheim, das höchste Dorf Böttingen (911 m ü. NN). Sie ist im Gegensatz zum Schwarzwald nicht in viele Täler zerklüftet, sondern bildet eine Hochfläche, die auf Grund des Wassermangels in früheren Zeiten nur spärlich besiedelt war. Einige Täler schneiden jedoch tief in die Alb ein.

Wacholderheide bei Gomadingen

Auf der Schwäbischen Alb ist es stets ein paar Grad kühler als unten im Tal, was zu schneereichen Wintern und nicht zu heißen Sommern führt. Daher ist die Region ideal für Wander- und Radtouren, aber mit vielen Skiliften und gespurten Loipen im Winter auch geeignet für den Skisport. Kirchen, Klöster und Kapellen in den kleinen Dörfern bieten sakrale Schätze vergangener Jahrhunderte.

Von den über 400 nachgewiesenen Burgen und Schlössern auf der Alb sind über 100 noch erhalten und zu besichtigen, überwiegend als Ruinen. Mittelalterliche Kleinstädte laden zur Besichtigung ein, darunter Bad Urach, Münsingen, Trochtelfingen, Hayingen oder Blaubeuren. Mit den im 19. Jahrhundert wieder aufgebauten Schlössern Lichtenstein, Hohenzollern und Sigmaringen finden sich auf der Schwäbischen Alb beliebte Ausflugsziele.

Altstadt von Bad Urach

Auffallend ist auch die hohe Anzahl an Höhlen, Dolinen und Trockentälern. Einige Höhlen können besichtigt werden, wie die Laichinger Tiefenhöhle, die Bärenhöhle in der in der Urzeit Tiere und Menschen heimisch waren und die Nebelhöhle (beide in Sonnenbühl). Da die gesamte Albhochfläche vor ca. 200 Millionen Jahren von einem einzigen Urmeer überflutet war, ist die Schwäbische Alb heute auch ein Traum für Fossiliensammler und Geologen. Berühmt sind die Funde von Ammoniten und Ichthyosauriern, die im Urweltmuseum Hauff in Holzmaden zu sehen sind.

Blick von den Härten bei Tübingen zum Albtrauf

Die Landschaft kann wohl als einzigartig bezeichnet werden: Die Hochfläche hebt sich etwa 300 bis 400 Meter über dem Tal ab. Während der Albtrauf von der Ferne wie eine natürliche Mauer erscheint, ist die Natur oben vorwiegend flach oder leicht hügelig. Die vorhandene Zahl an Rad- und Wanderwegen und zugehörigen Parkplätzen ist vorbildlich. Typisch für diese Gegend sind die mit Wacholderheiden bewachsenen Hänge, aber auch große Mischwälder, weite Getreidefelder und satte Wiesen sind nicht selten. Schwäbische Gasthäuser erfreuen sich großer Beliebtheit und bieten den Auswärtigen gutbürgerliche Küche zu einem vernünftigen Preis.

Urlaub wo die Alb am schönsten ist

Die Mittlere Alb ist touristisch am besten erschlossen. Trotzdem findet der Besucher hier noch die unberührte, typische Alblandschaft. Verbringt man hier seinen Urlaub, wird man überrascht sein über die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Nicht weit entfernt von größeren Städten wie Reutlingen, Tübingen und Balingen gibt es mittelalterliche Kleinode wie das Thermalbad Bad Urach, Riedlingen oder Trochtelfingen, Zeugnisse barocker Kunst und natürlich Natur pur. Die Landschaft, von Wald, Wacholderheiden und Streuobstwiesen geprägt, bietet jeden Tag etwas Neues.

Schloss Lichtenstein
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach
, Fotograf: Achim Mende

Die Sehenswürdigkeiten sind überraschend: Das bekannte Schloss Lichtenstein über dem Echaztal, die Bären- und Nebelhöhle, Freizeitpark Traumland und Sommerrodelbahn in Sonnenbühl, Uracher Wasserfall, die mit dem Stocherkahn befahrbare Wimsener Höhle bei Hayingen, die Burgen im Lautertal und das Landgestüt Marbach mit Pferdezucht und Vorführungen.

Dank vorwiegend heimatgeschichtlicher, aber auch überregional und thematisch ausgerichteter Museen und Gedenkstätten mangelt es auch an kulturellem Angebot nicht. Im romantischen Lautertal kann man nicht nur Kanu fahren, Wandern und Rad fahren, sondern auch einen Rundgang durch ein ehemals von Juden bewohntes Dorf machen oder das Geburtshaus Matthias Erzbergers besuchen, ein bekannter Politiker der Weimarer Zeit. Richtung Donautal lohnt sich ein Abstecher nach Zwiefalten mit dem barocken Münster. Unweit davon ist auch die Kleinstadt Riedlingen mit ihrer schönen Altstadt gelegen.

Albhochfläche
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach
, Fotograf: Achim Mende

Im Winter ist die Alb an vielen Tagen ein Schneegarant und bietet gespurte Loipen und Skilifte. Es gibt mehrere Feriendörfer: Zum Beispiel in Sonnenbühl-Erpfingen, in Gomadingen, Hayingen oder Westerheim, teils auch mit Jugendherbergen oder Campingplätzen.

Sonnenbühl ist zugleich das touristische Zentrum der Region. An Möglichkeiten sind u.a. eine Sommerbobbahn, Freizeitpark, Golfplatz, Ostereimuseum, begehbare Höhlen und vieles andere mehr vertreten. Als Tipp für einen Tagesausflug empfiehlt sich Metzingen, das Zentrum des Factory Outlet mit Fabrikverkäufen namhafter Hersteller.

Erpfingen auf der Sonnenalb

Schwäbische Alb Städte

Im Umland und auf der Schwäbischen Alb finden sich bezaubernde Städte und Orte.

Direkt im Westteil gelegen ist Spaichingen mit dem Dreifaltigkeitsberg (985 m), auf dem die Wallfahrtskirche des Claretinerordens (1673) steht.

Der Rottweiler Stadtkern wird von seinen Bewohnern besonders gepflegt. Rottweil wurde 73 v.Chr. von den Römern gegründet und ist damit die älteste Stadt Baden-Württembergs. Die mittelalterliche Altstadt mit den Bürgerhäusern lässt sich kaum mit einer anderen der Umgebung vergleichen. Zum Stadtbild gehört auch die schwäbisch-alemannische Fasnet.

Sigmaringen (17.000 Einwohner) liegt an der oberen Donau und war einst die Hauptstadt der preußischen Lande Hohenzollern. Die kleine Altstadt mit der Stadtkirche St. Johann wird vom Schloss überthront, dessen Prunksäle einen Besuch lohnen.

Schloss Sigmaringen
Quelle und Urheber: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
in Bad Urach
, Fotograf: Achim Mende

Riedlingen ist eine sehenswerte Kleinstadt an der Donau und hat noch einen bestens erhaltenen Stadtkern. Am Marktplatz befinden sich Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Stadtmuseum ist im Ackerbürgerhaus von 1556 untergebracht, einem der wichtigsten Fachwerkbauten Oberschwabens. Das Wahrzeichen ist die katholische St.Georgskirche aus dem 16.Jahrhundert.

Trochtelfingen auf der Mittleren Alb hat zwar nur 6.600 Einwohner, seine alte Bausubstanz ist aber beträchtlich. Großenteils ist die alte Stadtbefestigung mit Bürgerhäusern und dem Geschützturm erhalten. Erwähnenswert ist auch die Vielzahl an Kirchen und Kapellen in der Umgebung.

Reutlingen ist die Einkaufsstadt der Region Neckar-Alb. Das Wahrzeichen ist hier neben dem Zeugenberg Achalm (707 m) die Marienkirche. In der südlichen Kernstadt sind noch Teile der Stadtbefestigung erhalten.

Tübingen, Marktplatz

Die Universitätsstadt Tübingen liegt am Neckar. Sie blieb vom Krieg verschont. Hier befinden sich beachtenswerte Museen und Sammlungen, überthront wird Tübingen durch das Schloss Hohentübingen, in dem das archäologische Institut beheimatet ist. Durch die gesamte Altstadt winden sich enge Gassen, die von Leben erfüllt sind und zum Bummeln einladen.

Ulm an der Donau darf sich stolz die Stadt mit dem höchsten Kirchturm der Erde nennen. Obwohl das Ulmer Münster erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt wurde, ist seine Höhe von 161 m bis heute nicht übertroffen worden. Im direkt am Fluss gelegenen Fischerviertel trifft man auf die romantische Seite Ulms, der Besucher wird hier geradezu ins Mittelalter versetzt.

Aalen auf der Ostalb ist die Stadt der großen Museen. Zum einen das Urweltmuseum mit 1500 Versteinerungen von Ammoniten, Fischsauriern und Korallen, zum anderen das bekannte Limesmuseum mit der Ruine eines Römerkastells. Ansonsten lohnt das Alte Rathaus und die barocke Stadtkirche einen Besuch.

Das Ulmer Münster

Ulm an der Donau

Die Donaustadt Ulm hat 120.000 Einwohner und liegt zwischen Schwäbischer Alb, Bayern und Oberschwaben. Sein Fluss hat die Stadt entscheidend geprägt, brachen doch von hier im 18. Jahrhundert Siedler auf, die später als Donauschwaben bekannt waren und heute in großer Zahl wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Ulm befindet sich am Kreuz der Autobahnstrecken 8 Karlsruhe - Stuttgart - München und 7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Allgäu, einer Reihe von Bundesstraßen und ist nicht zuletzt auch ein wichtiger Bahn- und Busknotenpunkt. Die Stadt hat eine große Vergangenheit, ein breit gefächertes religiöses Leben und ist Sitz der Universität Ulm. Auf der anderen Donauseite liegt die bayerische Nachbarstadt Neu-Ulm, die aber erst 1810 gegründet wurde. Beide Städte arbeiten eng zusammen und sind als Doppelzentrum verbunden.

Blick vom Münster über die Donau nach Neu-Ulm

Geschichte

Schon 1729 schrieb Johann Gottfried Gregorii, genannt „Melissantes“ (1685 - 1770), in seinem die Welt beschreibenden Werk „Geographie Specialis“ über Ulm: „Lateinisch Ulma, eine große und befestigte Stadt, evangelisch-lutherischer Religion, an der Donau gelegen, ist mit starken Wällen und Basteien befestigt, und hat eine Brücke über den Fluss Donau, wo der Fluss Iser hineinfließt. Das Gymnasium ist berühmt. Das Münster B. M. Virginis ist groß, und eins der berühmtesten in Deutschland. Anno 1702 eroberte sie der Kurfürst von Bayern mit List, und ließ sie mit Franzosen besetzen, welche sie mehr befestigten. Aber Anno 1704 kam der General Thüngen nach der Höchstädter Schlacht davor, und eroberte den 13. September den Ort mit Gewalt. Monsieur Blainville war Kommandant, welcher übel gehaust hatte. Diese Stadt ist vormals ein Dorf gewesen, und wurde mit unter die größten Dörfer des Reichs gezählt. Anno 1707 sind von den Franzosen etliche Dörfer verbrannt worden. Die Kirche zur Heiligen Dreieinigkeit ist wohl zu sehen. Das berühmte Gymnasium ist Anno 1622 aufgerichtet. Sie hat ein gutes Zeughaus. Hier pflegen die Schwäbischen Stände ihre Zusammenkünfte zu halten. Sie besitzt ein feines Gebiet, darin sind Leipheim, Geißlingen, Langenau und Elchingen.“

Ulmer Fischerviertel

Rundgang durch die Ulmer Innenstadt

Der Ulmer Hauptbahnhof ist ein standardmäßiger ICE-Halt und Ort für Umstiege von Reisenden in alle Richtungen. Er ist wie sein Vorplatz modern gestaltet und umgeben von Hotels, einem Großkino und dem Eingang zur Innenstadt. Von hier aus gelangt man in die Hirschstraße, die Fußgängerzone Ulms. Sie ist stets lebendig und wird von großen Kaufhäusern, exklusiven Einzelhandelsgeschäften und Gastronomie gesäumt. Sie läuft direkt auf den Münsterplatz mit Ulms bekanntestem Wahrzeichen zu. 

Verweilen in Ulms bedeutendster Kulisse

Der Münsterplatz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu bebaut, da die vorherigen Häuser durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bis zum 19. Jahrhundert stand hier das Barfüßerkloster. Über lange Zeit gab es dann eine große und offene Fläche, bis 1993 das moderne Stadthaus eröffnet wurde. Seitdem finden dort Veranstaltungen, Konferenzen und Konzerte statt. Außerdem ist hier die Touristeninformation und Gastronomie untergebracht. Darüber hinaus wird der Platz vom Löwenbrunnen geziert, auf dem ein goldener Löwe den Reichsadler und das Ulmer Wappen hält. Gegenüber dem Münster sorgt eine Baumreihe mit Ruhebänken darunter für Schatten und Erholung.

Überragend: Das Ulmer Münster

Die Kirche mit dem höchsten Turm der Welt

Das Ulmer Münster hat mit 161 Metern nicht nur den höchsten Kirchturm Deutschlands oder Europas, sondern der ganzen Welt. Seine Anfänge reichen bis in das Jahr 1377, als der Grundstein für das Gotteshaus gelegt wurde. Ihm ging ein außerhalb der Stadt gelegener Vorgängerbau voraus, der aber während der Belagerungen zu unsicher geworden war. Auf der Fläche des Münsters sollen sich vorher Wohnhäuser befunden haben, auf dem Platz daneben lag ein Kloster. Laufend veränderte der Bau sein Gesicht, wurde aber nie ganz fertig gestellt. Erst als die Stadt wieder zu Geld kam, begann man 1844 mit erneuten Arbeiten, die bis 1890 dauerten. Hierbei erhielt das Münster den heutigen Hauptturm, die zwei Chortürme und wurde gründlich modernisiert. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Luftangriff die aus dieser Zeit stammenden Fenster. 

Heute gelangt der Besucher über 768 Stufen zur Aussichtsplattform auf 141 Metern Höhe. Der Aufstieg ist nur geübten und schwindelfreien Personen zu empfehlen, und auch beim Abstieg muss man unbedingt auf sich aufpassen. In das Treppenhaus sind kleine offene Fenster eingebaut, die einen Blick zur Stadt hin bieten. Es gibt für Auf- und Abstieg getrennte Bereiche, wobei der letzte Weg bis zur obersten Aussichtsplattform zusammengelegt wurde.

Die Ulmer Innenstadt Richtung Osten betrachtet

Das Münster enthält eine Vielzahl an Kunstwerken im Innenraum wie im Außenbereich. Als erstes zu erwähnen wären Darstellungen und Skulpturen aus dem 14. und 15. Jahrhundert an den Portalen. Die bunt verglasten Chorfenster stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Diese schmücken die drei Kapellen. Das Chorgestühl entstand durch Jörg Syrlin den Älteren um 1470 und enthält Büsten bedeutender Männer des Altertums. Der Hochaltar mit Darstellungen aus dem Leben Christi besteht aus einem Schrein und Flügeln von 1521. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Weihwasserbecken, Taufbecken, Fresko „Das jüngste Gericht“ und die Wappensammlung. Das Ulmer Münster beherbergt eine Vielfalt an Bilder- und Steinmetzkunst, zu denen auch Werke aus neuerer Zeit zählen. Mit den hier befindlichen Orgeln werden regelmäßig Konzerte und Vorführungen für die Besucher abgehalten.

Tierfiguren am Turm des Münsters

Spaziergang vom Münster zur Donau

Nahe beim Münster steht das Rathaus von 1370, das sich durch seine umfangreiche Bemalung auszeichnet. Ursprünglich als Kaufhaus errichtet, wurde es durch gotische Stilelemente beeinflusst und erhielt im Jahre 1520 eine aufwändige astronomische Uhr. Die Malereien wurden im Jahre 1900 erneuert. Nebenan steht die Bibliothek mit komplett verglaster Außenfassade. Sie wurde in der Gestalt einer Pyramide nachempfunden. Von hier aus geht es durch eine Gasse zum Metzgerturm aus dem 14. Jahrhundert. Er verfügt über eine leichte Neigung und wird daher als „Schiefer Turm von Ulm“ bezeichnet. Daneben lädt die Stadtbefestigung zu einem aussichtsreichen Spaziergang ein. Sie ist gewissermaßen der Grundstein der Ulmer Stadtsilhouette, wie man sie von der gegenüber liegenden Donauseite. sehen kann.

Das Ulmer Rathaus

Die Donaubrücke - ein Lebensgefühl

Genau hier befindet sich die Brücke, die früher das Königreich Württemberg von Bayern trennte, zwei Staaten unterschied und doch verband. Hier wechselt man von Ulm nach Neu-Ulm. Doch schon längst stehen auf der Brücke keine Zöllner mehr, sondern man merkt es an den hier aufgestellten Wappen, dass man eine Ländergrenze überschreitet. Aber beim Gang über die Donau spürt man eine gewisse Atmosphäre, und so macht es auch Spaß, mal die Seiten zu wechseln. An der Neu-Ulmer Flussseite führt ein Weg entlang, von dem man einen empfehlenswerten Blick auf das Münster und die Ulmer Altstadt hat.

Die Ulmer Altstadtsilhouette

Entdeckungen im Fischerviertel

Das sehenswerte Viertel liegt zwischen dem Ulmer Münster und der Donau und muss für Besucher auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Hier gibt es kleine Bäche, an denen malerische alte Häuser stehen. Sie dienten einst all jenen als Wohn- und Arbeitsstätte, die mit dem Wasser zu tun hatten. So wohnten hier die Fischer, Gerber und Färber. Bis heute hat sich das Viertel sein besonderes Flair bewahrt. Dort wandelt man durch enge Gassen entlang von historischen Häusern, kann von kleinen Stegen die Kanäle betrachten und es sich danach in einem Straßencafé gut gehen lassen. Das Fischerviertel wird von der Blau durchflossen, wo sie schließlich in die Donau mündet. Sie entspringt in Blaubeuren im berühmten Blautopf und fließt durch das Urstromtal gen Ulm. Ein herausragendes Gebäude im Viertel ist das Schiefe Haus, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und von den Schiffsmeistern genutzt wurde. Bereits vor mehreren hundert Jahren begann es abzusinken. Seit 1995 befindet sich ein Hotel in diesem Haus.

Schiefes Haus im Fischerviertel

Erholung in der Friedrichsau

Die Friedrichsau ist ein zwei Kilometer langer Naherholungsraum entlang der Donau in Ulm und Neu-Ulm. Bereits 1811 angelegt, war sie zu jeder Zeit das bevorzugte Ziel der Städter. Hier befindet sich auch der Tiergarten mit Aquarium und Tropenhaus. Der Donauuferweg verbindet die Parklandschaft mit den Innenstädten. 

Kulturelles im Kloster Wiblingen

Rund 5 km südlich der Innenstadt, und mit der Straßenbahn erreichbar, liegt Wiblingen. Die ausgedehnte Siedlung besteht zwar meist aus neuzeitlichen Wohngebäuden, aber auch aus einem alten Dorfkern, an dessen Rand sich die Klosteranlage befindet. Es handelt sich um eine ehemalige Benediktinerabtei im Stil des Spätbarock. Sie wurde ab 1714 an der Stelle eines früheren Klosters erbaut. Die Kirche Sankt Martin gilt als Beispiel des Frühklassizismus und wurde 1993 durch Papst Johannes Paul II. zur Basilika ernannt. Der reich ausgeschmückte Bibliothekssaal mit seinen Deckengemälden und Skulpturen ist im Rokokostil gehalten. Das Museum im Konvent bietet dem Besucher seit 2006 einen Einblick in die Klosterwelten. Ansonsten wird die Anlage vom Universitätsklinikum und einem Altersheim genutzt.

Eingang zum Kloster Wiblingen

Unterwegs mit der Ulmer Straßenbahn

Die Straßenbahn in Ulm gibt es seit 1897. Früher verkehrten bis zu vier Linien in der Stadt, die größtenteils nach und nach eingestellt wurden. Die Linie 2 vom Hauptbahnhof Neu-Ulm zum Ulmer Hauptbahnhof musste 1944 wegen der Bombenangriffe ihren Betrieb einstellen und wurde auch nicht wieder aufgenommen. Nach dem Krieg gab es dann nur noch die Linie 1, die von Söflingen bis zum Stadion bzw. auch zur Donauhalle fuhr. Seit 1980 verkehrte die Linie 1 nun regelmäßig bis zur Donauhalle. 2009 ging die 4,6 km lange Verlängerung bis nach Böfingen / Ostpreußenweg in Betrieb. Der Bau weiterer Strecken ist im Gespräch, zum Beispiel zur Universität, nach Neu-Ulm und nach Senden.

Ulmer Straßenbahn am Ehinger Tor, 1975

Immenstadt, Holzbrücke über die Konstanzer Aach


Immenstadt, Kraftwerk Aach


Blick auf Immenstadt mit Pfarrkirche Sankt Nikolaus