Der Bahnhof Ostritz

Die kleine Stadt Ostritz befindet in der sächsischen Oberlausitz und hat etwa 2500 Einwohner. Sie liegt an der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Bekannt ist sie vor allem durch das Kloster St. Marienthal. Bis 1945 hatte Ostritz einen Bahnhof der auf dem anderen Neißeufer lag.

Die Neiße mit dem Bahnhof Ostritz

Danach wurde die östlich gelegenen Ländereien mitsamt den Dörfern, die früher zu Sachsen gehört hatten, an Polen abgetreten. Der Bahnhof gehörte von da an zu der Ortschaft Grunau, die in Krzewina umbenannt wurde und trug den Namen Krzewina Zgorzelecka.

Zweisprachiges Schild am Bahnhof

Nach ein paar Jahren wurde die Bahnstrecke wieder in Betrieb genommen. Sie wird heute von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH bedient. Der Zug fährt ab Zittau, überquert hinter Hirschfelde die heutige Grenze und hält am Bahnhof Ostritz. Danach fährt der Zug wieder über die Grenze und nach dem Halt in Görlitz weiter über Weißwasser, Spremberg und Cottbus nach Forst, sowie an einer Anzahl von kleineren Unterwegsbahnhöfen.

Zug der Ostdeutschen Eisenbahn am Bahnhof

Am Bahnhof Ostritz gibt es keinen Fahrkartenschalter und auch keinen Fahrkartenautomaten mehr. Das Bahnhofsgebäude ist geschlossen. Die Fahrgäste können die Neiße auf einer Brücke überqueren.

Der Bahnhofsvorplatz heute

Am Eingang

Bahnhofsgebäude und Lagerhalle

Ortsausgang

 Ortseingang

 Seitenansicht

Die Bahnstrecke

 Grünanlage neben dem Bahnhof

Polnischer Grenzpfahl an der Neiße

Kloster St. Marienthal

Das Zisterzienserkloster St. Marienthal liegt in der Nähe von Ostritz an der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Die Geschichte des Klosters reicht fast 800 Jahre zurück. Es wurde von dem Königsehepaar von Böhmen und von Schwaben gegründet.

Kloster Marienthal

Trotz Reformierungsversuchen durch Hussiten und Protestanten blieb es stets im Katholizismus. Die heutigen Gebäude wurden 1685 im Barock erbaut. Nach 1945 wurde das kirchliche Leben in der DDR stark beschränkt. Das Kloster verlor viel Land in Gebieten östlich der Neiße. Nach dem Ende der DDR erlebte das Kloster einen Aufschwung. Durch ein Hochwasser im Jahr 2010 wurden Teile der Gebäude schwer zerstört. Die Kirche konnte erst Ende 2014 wiedereröffnet werden.

Die Klosterkirche

Heute wird das Kloster St. Marienthal von Nonnen geleitet. Zu der Anlage gehört ein Weinberg und eine Sägemühle. In einer Information für Touristen sind neben Auskünften auch Landkarten, Ansichtskarten und Prospekte erhältlich. Im Klostermarkt direkt daneben werden Geschenke und Andenken verkauft, dabei auch die hier selbst hergestellten Handarbeiten und Backwaren.

Klostermarkt und Touristeninformation

In dem Kloster kann man auch übernachten. Es gibt mehrere Gästehäuser, darunter mit gut ausgestatteten Zimmern mit Bad und mit einfachen Zimmern, mit einem Bad auf dem Flur. Die Zimmer haben weder Fernsehen noch Radio. Ruhe und Einkehr stehen hier im Mittelpunkt. Die klostereigene Wäscherei mit Nähservice bietet ihre Leistungen sowohl für die Gäste als auch für Kunden außerhalb an. Übernachtungsgäste können ein Frühstück dazubuchen.

Am Dreifaltigkeitsbrunnen

In dem Begegnungszentrum des Klosters St. Marienthal werden Seminare und Veranstaltungen im Bereich Bildung, Umweltschutz und Glauben durchgeführt. Im Außenbereich befindet sich die Klosterschenke. Hier kann nach Speisekarte bestellt werden, große und kleine Gerichte, Getränke und Kaffee und Kuchen. Ebenso die Backwaren aus der Klosterbäckerei. In der warmen Saison ist die Terrasse geöffnet.

Terrasse vor der Klosterschenke

In der Umgebung des Klosters gibt es eine ganze Reihe an Ausflugsmöglichkeiten. Vor dem Tor gibt es eine Bushaltestelle, unter anderem mit einer Verbindung nach Ostritz. Der nächste Bahnhof Ostritz / Krzewina Zgorzelecka liegt auf der polnischen Seite der Neiße und ist nur ein paar Kilometer entfernt. Rund um das Kloster befindet sich ein Kreuzweg und ein Stationsweg mit Infotafeln.

 Station 2 am Neißeweg

Entlang der Neiße führt ein Wanderweg nach Hirschfelde, einem Dorf mit einem schönen Markt und einigen Ausflugslokalen gleich am Ortseingang. Ein Besuch der sehenswerten Altstädte von Görlitz und Zittau ist ebenfalls zu empfehlen.

Altstadtpartie in Görlitz

Grenze an der alten Klosterbrücke

Der Klostergarten

Säule mit Bildstock

 Sägemühle

 Stauwehr am Kloster

Insel mit deutsch-polnischer Grenze am Kloster

Marienstatue

Sakrale Darstellung

Das Kloster abends

 Entspannen in der Klosterschenke

Spaziergang vom Bahnhof Ostritz zum Kloster St. Marienthal

Vom Bahnhof Ostritz am Neißeufer kann man einen schönen Spaziergang zum Kloster St. Marienthal machen. Der Bahnhof liegt an der Strecke Forst-Cottbus-Spremberg-Weißwasser-Görlitz-Zittau und wird von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH bedient.

Bahnhof Ostritz

Die Züge fahren zwischen Hagenwerder und Hirschfelde auf einem Streckenabschnitt, der früher zu Sachsen gehörte und heute polnisch ist. Der Bahnhof Ostritz liegt ebenfalls in Polen und hat daher noch den Namen Krzewina Zgorzelecka, was der polnische Name des nächstgelegenen Dorfes Grunau ist.

Neißebrücke

Am Bahnhof überquert man die Neiße und damit die Grenze auf einer Brücke. Hier befindet man sich in der Bahnhofstraße in Ostritz. Nach einem Hotel auf der rechten Seite erreicht man den Mühlgraben, einen kleinen Fluss, hinter dem gleich nach links ein breiter Geh- und Radweg abbiegt. Diese Gegend war zeitweise von Hochwasser betroffen, und deshalb sieht man hin und wieder auch Häuser die verlassen wurden, aber durchaus erhaltenswert sind.

Mühlgraben

Von 2006 bis 2008 wurde hier das Projekt "Hochwasserschutz an der Lausitzer Neiße für die Stadt Ostritz" umgesetzt. Ein Damm wurde gebaut und natürliche Feuchtwiesen werden freigehalten, um die Stadt vor dem Wasser zu schützen. Von eine dieser Wiesen hat man bald einen Blick auf die Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Wer will, kann noch einen Abzweig zu dem kleinen Ostritzer Markt mit dem Rathaus machen.

St. Mariä Himmelfahrt

Weiter geht es bis zur Kreuzung mit dem Blumberger Weg, der einst Ostritz mit dem Nachbardorf Blumberg, heute Bratkow genannt, verband. Nach dem Sportplatz führt der Weg an der Neiße nicht mehr weiter. Darum nimmt man die parallel verlaufende Klosterstraße. Links und rechts sind teilweise schöne historische Häuschen zu sehen. Desöfteren hat man auch einen guten Blick auf das alte sächsische Land, das heute in Polen liegt.

Ein Blick über die Neiße

An einer Abzweigung befindet sich die Station 2 des Rundwegs um das Kloster St. Marienthal. Hier steht eine Marienstatue aus Holz nebst einer Informationstafel. Kurz vor dem Kloster angekommen, trifft man auf die Reste der alten Klosterbrücke, wo früher ein Weg in den Nachbarort Rusdorf führte. Die Brücke wurde 1897 bei einem Hochwasser zerstört und danach wiederaufgebaut. 1945 wurde die Brücke gesprengt und dadurch erneut zerstört.

Die Reste der Klosterbrücke

Die Brückenfigur des Heiligen Nepomuk befindet sich nun im Klosterhof. Der Ort Rusdorf heißt heute Posada und besitzt ein Kirch- und Schulhaus aus der Zeit um 1900, das sich in einem schlechten Zustand befindet. Genau wie viele der Lausitzer Umgebindehäuser, ist eine Erhaltung dieser einzigartigen Baudenkmale das Ziel der regionalen Zusammenarbeit. Gemeinsame Geschichte und Traditionen sollen auf beiden Seiten der Grenze gepflegt werden.

Häuser von Rusdorf

Hier ist man schon am Kloster St. Marienthal angekommen. Kurz davor liegt der bezaubernde Klostergarten. Das Kloster hat eine 800jährige Geschichte. Es wurde von dem Königsehepaar von Böhmen und von Schwaben gegründet und blieb stets im Katholizismus. Die heutigen Gebäude wurden 1685 im Barock erbaut. Nach umfassenden Renovierungen wurde das Kloster durch ein Hochwasser im Jahr 2010 schwer zerstört und die Kirche konnte erst Ende 2014 wiedereröffnet werden.

Kloster St. Marienthal

Auf dem Gelände gibt es eine Information für Touristen und einen Laden, in dem selbst hergestellte Produkte verkauft werden. In dem Kloster kann man auch übernachten. Es gibt ein Gästehaus mit gut ausgestatteten Zimmern mit Bad und eines mit einfachen Zimmern, mit einem Bad auf dem Flur. In den Zimmern gibt es weder Fernsehen noch Radio. Die Ruhe und Einkehr steht hier im Mittelpunkt. Die Klosterschänke sorgt für das leibliche Wohl der Gäste.

Klosterschänke

 Der Bahnhofsvorplatz in Ostritz

Die Bahnstrecke von Görlitz nach Zittau mit der Straße zum Bahnhof

Alte Scheune

 Neißebrücke in Ostritz Richtung Bahnhof

 Ein Haus in Ostritz wartet auf seinen Wiederaufbau.

 Ein weiteres Kleinod an der Neiße

Direkt daneben steht dieses Häuschen und ist schon halb zugewuchert.

 Ein erhaltenswertes Eigenheim aus alten Zeiten...

Die östliche Seite der Neiße

 Zeit zum Innehalten an der alten Klosterbrücke

Am Klostergarten

Sträßchen zum Kloster St. Marienthal

Grenze am Kloster, auf einer Insel in der Neiße

Die Klosteranlage