Radeberg

Die Stadt im Landkreis Bautzen liegt nicht weit von Dresden entfernt und ist in aller Welt für ihr gutes Bier bekannt. Touristen zieht es aus der Landeshauptstadt zur Verkostung in die Brauerei, doch hat Radeberg noch einige Sehenswürdigkeiten mehr, die es sich zu besuchen lohnt. Was sollte man auf keinen Fall verpassen?

Radeberger Brauerei

Die Dresdner Stadtgrenze ist mit der Bahn kaum zehn Minuten weit weg. Daher bietet sich die Anreise mit der Sächsischen Städtebahn an, die zwischen Dresden und Pulsnitz verkehrt. Vom Bahnhof Radeberg führt eine lange Straße direkt auf die Brauerei zu. Wer mag, kann gegen Voranmeldung eine Besichtigung mitmachen.

 Kaiserhof Brauereiausschank

Über die Dresdener Straße hinunter gelangt man zur Altstadt, wo man von dem prächtigen Gründerzeitgebäude des Kaiserhofes empfangen wird. In ihm befindet sich der Brauereiausschank. Darüber hinaus dient er als Hotel, Restaurant, Veranstaltungsort und Domizil für das Biertheater.

 Kirche „Zum heiligen Namen Gottes“

Statt dem Verlauf der vielbefahrenen Staatsstraße zu folgen, hält man sich geradeaus. Die Hauptstraße führt direkt zum Markt. Kurz davor zweigt ein Sträßchen zur evangelischen Kirche „Zum heiligen Namen Gottes“ ab, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der Markt bildet das geschäftige Zentrum der Stadt. Rundherum stehen schmucke Bürgerhäuser.

 Radeberger Rathaus

An der Nordwestseite befindet sich das restaurierte Rathaus aus dem 18. Jahrhundert. Davor wurde in jüngerer Zeit die Postsäule wieder aufgestellt, auf der die Jahreszahl 1728 zu lesen ist. Sie zeigt die Entfernung zu wichtigen sächsischen und bedeutenden Städten in Stunden an, so wie man zu ihrer Enstehungszeit eine solche Reise bewältigen konnte.

 Postdistanzsäule

Über die Niederstraße kommt man nun zum zweiten Wahrzeichen von Radeberg, dem Schloss Klippenstein. Es ist eine prächtige, große Anlage mit mittelalterlichen Ursprüngen, die von einem Wassergraben umgeben wird. Hier befindet sich ein Archiv und ein Museum. Die Dauerausstellungen geben einen Einblick in die Geschichte des Bauwerks, der Stadt und der Umgebung.

 Schloss Klippenstein

Das Inventar reicht von bronzezeitlichen Keramikfunden über frühneuzeitliche Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Rüstungen, Münzen bis zu teils bemalten Holzmöbeln, Meißner Porzellan und den frühen Röhrenfernsehern sowie weiteren Gebrauchsgegenständen aus der alten DDR. Am hinteren Ausgang der Anlage gibt es noch einen kleinen Aussichtsturm, von dem aus man das Bauwerk in seiner vollen Schönheit erleben kann.

 Aussichtsturm

Ein idyllischer Bachlauf plätschert unterhalb des Schlosses entlang. Hier stehen kleine alte Häuser. Man kann von der Brücke noch einen Blick auf das Schloss werfen und dann zurück zur Stadt pilgern.