Spaziergang vom Bahnhof Ostritz zum Kloster St. Marienthal

Vom Bahnhof Ostritz am Neißeufer kann man einen schönen Spaziergang zum Kloster St. Marienthal machen. Der Bahnhof liegt an der Strecke Forst-Cottbus-Spremberg-Weißwasser-Görlitz-Zittau und wird von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH bedient.

Bahnhof Ostritz

Die Züge fahren zwischen Hagenwerder und Hirschfelde auf einem Streckenabschnitt, der früher zu Sachsen gehörte und heute polnisch ist. Der Bahnhof Ostritz liegt ebenfalls in Polen und hat daher noch den Namen Krzewina Zgorzelecka, was der polnische Name des nächstgelegenen Dorfes Grunau ist.

Neißebrücke

Am Bahnhof überquert man die Neiße und damit die Grenze auf einer Brücke. Hier befindet man sich in der Bahnhofstraße in Ostritz. Nach einem Hotel auf der rechten Seite erreicht man den Mühlgraben, einen kleinen Fluss, hinter dem gleich nach links ein breiter Geh- und Radweg abbiegt. Diese Gegend war zeitweise von Hochwasser betroffen, und deshalb sieht man hin und wieder auch Häuser die verlassen wurden, aber durchaus erhaltenswert sind.

Mühlgraben

Von 2006 bis 2008 wurde hier das Projekt "Hochwasserschutz an der Lausitzer Neiße für die Stadt Ostritz" umgesetzt. Ein Damm wurde gebaut und natürliche Feuchtwiesen werden freigehalten, um die Stadt vor dem Wasser zu schützen. Von eine dieser Wiesen hat man bald einen Blick auf die Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Wer will, kann noch einen Abzweig zu dem kleinen Ostritzer Markt mit dem Rathaus machen.

St. Mariä Himmelfahrt

Weiter geht es bis zur Kreuzung mit dem Blumberger Weg, der einst Ostritz mit dem Nachbardorf Blumberg, heute Bratkow genannt, verband. Nach dem Sportplatz führt der Weg an der Neiße nicht mehr weiter. Darum nimmt man die parallel verlaufende Klosterstraße. Links und rechts sind teilweise schöne historische Häuschen zu sehen. Desöfteren hat man auch einen guten Blick auf das alte sächsische Land, das heute in Polen liegt.

Ein Blick über die Neiße

An einer Abzweigung befindet sich die Station 2 des Rundwegs um das Kloster St. Marienthal. Hier steht eine Marienstatue aus Holz nebst einer Informationstafel. Kurz vor dem Kloster angekommen, trifft man auf die Reste der alten Klosterbrücke, wo früher ein Weg in den Nachbarort Rusdorf führte. Die Brücke wurde 1897 bei einem Hochwasser zerstört und danach wiederaufgebaut. 1945 wurde die Brücke gesprengt und dadurch erneut zerstört.

Die Reste der Klosterbrücke

Die Brückenfigur des Heiligen Nepomuk befindet sich nun im Klosterhof. Der Ort Rusdorf heißt heute Posada und besitzt ein Kirch- und Schulhaus aus der Zeit um 1900, das sich in einem schlechten Zustand befindet. Genau wie viele der Lausitzer Umgebindehäuser, ist eine Erhaltung dieser einzigartigen Baudenkmale das Ziel der regionalen Zusammenarbeit. Gemeinsame Geschichte und Traditionen sollen auf beiden Seiten der Grenze gepflegt werden.

Häuser von Rusdorf

Hier ist man schon am Kloster St. Marienthal angekommen. Kurz davor liegt der bezaubernde Klostergarten. Das Kloster hat eine 800jährige Geschichte. Es wurde von dem Königsehepaar von Böhmen und von Schwaben gegründet und blieb stets im Katholizismus. Die heutigen Gebäude wurden 1685 im Barock erbaut. Nach umfassenden Renovierungen wurde das Kloster durch ein Hochwasser im Jahr 2010 schwer zerstört und die Kirche konnte erst Ende 2014 wiedereröffnet werden.

Kloster St. Marienthal

Auf dem Gelände gibt es eine Information für Touristen und einen Laden, in dem selbst hergestellte Produkte verkauft werden. In dem Kloster kann man auch übernachten. Es gibt ein Gästehaus mit gut ausgestatteten Zimmern mit Bad und eines mit einfachen Zimmern, mit einem Bad auf dem Flur. In den Zimmern gibt es weder Fernsehen noch Radio. Die Ruhe und Einkehr steht hier im Mittelpunkt. Die Klosterschänke sorgt für das leibliche Wohl der Gäste.

Klosterschänke

 Der Bahnhofsvorplatz in Ostritz

Die Bahnstrecke von Görlitz nach Zittau mit der Straße zum Bahnhof

Alte Scheune

 Neißebrücke in Ostritz Richtung Bahnhof

 Ein Haus in Ostritz wartet auf seinen Wiederaufbau.

 Ein weiteres Kleinod an der Neiße

Direkt daneben steht dieses Häuschen und ist schon halb zugewuchert.

 Ein erhaltenswertes Eigenheim aus alten Zeiten...

Die östliche Seite der Neiße

 Zeit zum Innehalten an der alten Klosterbrücke

Am Klostergarten

Sträßchen zum Kloster St. Marienthal

Grenze am Kloster, auf einer Insel in der Neiße

Die Klosteranlage