Hauptstraße in Gutenfürst

Der kleine sächsische Ort liegt unmittelbar an der Grenze zu Bayern. Sprachlich und kulturell gesehen ist die Gegend fränkisch.

Blick ins Vogtland bei Gutenfürst

Schöne Aussichten in die weite Landschaft, und zum Nachbardorf Kemnitz mit seiner Kirche.


Kolonnenweg bei Gutenfürst im Vogtland

Von den Orten entlang der innerdeutschen Grenze führten verschiedene Verbindungswege zu den Hauptwegen. Auch sie waren so gebaut, dass die Fahrzeuge der Grenztruppen gut auf ihnen vorankamen. Bis heute weisen die Platten eine hohe Stabilität auf. Man muss wegen der Durchlässe nur festes Schuhwerk haben, wenn man auf ihnen läuft.

Hinten kurz vor dem Wald befand sich die Grenze.

Hier traf der Verbindungsweg auf den Hauptweg.

Wo früher die Grenztruppen ständig ihre Runden zogen, stehen heute Wanderschilder. Doch die Grenze hat ihre Spuren hinterlassen. Nach wie vor verbinden wohl weit weniger Wege Sachsen und Bayern, als sie es einmal gegeben hat. Und die Vorstellung, dass sich an dieser Stelle Minen und Selbstschussanlagen befunden haben, ist nicht gerade prickelnd.

Kolonnenweg bei Grobau im Vogtland

 Der Weg verläuft immer parallel zur Grenze und war für die patroullierenden Truppen gedacht. Er besteht aus festen Zementplatten, und in der Mitte befindet sich ein Grasstreifen. Für die Grenzschutzfahrzeuge war der Weg damit ideal, wenn irgendwo ein Vorkommnis gemeldet wurde und man schnell vor Ort sein musste. Für die normalen DDR-Bürger gab es in diesen Bereich keinen Zutritt. Und letztendlich war es für die Flüchtigen ein unkalkulierbares Risiko, hierher vorzudringen und nach einer Möglichkeit für die Flucht in den Westen Ausschau zu halten.

Ab und zu kann man seltsame Zeichen auf dem Weg sehen.

Alles wurde streng und laufend kontrolliert.

Hier hört der Weg einfach auf. Vielleicht führte er vor der Errichtung der kommunistischen Diktatur mal nach Bayern? Auf jeden Fall war hier das Ende der DDR. Es folgte die Grenzschutzanlage mit Minenfeld, Selbstschussanlagen und Stacheldraht. Und auch heute sind die allermeisten Wege, die es vor dem Krieg einmal gab, noch nicht wiederhergestellt.

Grobau, Blick von Sachsen nach Bayern

Drüben die Kirche von Münchenreuth mit einem typischen Zwiebelturm. Bis 1989 verlief genau hier die innerdeutsche Grenze, und es wurde scharf kontrolliert.


Grobau, Landschaft mit Schafherde

Schön, dass im Vogtland alte Traditionen noch lebendig sind.


Gebersreuth, Laubbäume im Herbst

Sonniges Wetter und strahlend blauer Himmel am Reformationstag. Doch bald werfen die Bäume ihre letzten Blätter ab, und der Winter kehrt ein.


Gebersreuth, Wandern im Dreiländereck

Hier im Dreiländereck sind manche Wanderwege recht gut markiert. Auf der ehemaligen DDR-Seite muss man allerdings einkalkulieren, dass es durch Flurbereinigungen weniger Wege gibt. Eine Karte, und sei es eine ausgedruckte, ist daher immer ratsam. 

Rastplatz am Drei-Freistaaten-Stein auf thüringischer Seite

Der Drei-Freistaaten-Stein im Vogtland

An diesem Punkt treffen die drei Freistaaten Sachsen, Thüringen und Bayern aufeinander. Er befindet sich mitten im Vogtland, zwischen den Orten Grobau, Gebersreuth und Münchenreuth. Wo früher eine unüberwindbare Grenze die Menschen teilte, kann man heute einfach hinüberspazieren.

Links Bayern, rechts Sachsen, und im Hintergrund Thüringen. Auf der thüringischen Seite gibt es einen Rastplatz.

Vorne links das ehemalige Fürstentum Reuß, heute Thüringen. Links dahinter Sachsen, rechts und im Hintergrund Bayern.

Münchenreuth, Weg zum Drei-Freistaaten-Stein

Von bayerischer Seite führt ein hübscher Weg an die ehemalige innerdeutsche Grenze. Auf dem Hügel darüber wurde der Energiewende ein Zeichen gesetzt. Hier stehen große, weithin sichtbare Windräder. 


Tutzing

Der Starnberger See ist eines der bekanntesten Gewässer im nördlichen Voralpenland. An seinem Westufer liegt die Gemeinde Tutzing. Man nennt diese Umgebung das Fünf-Seen-Land, denn hier befinden sich noch weitere beliebte Ausflugsziele wie der Ammersee. Gut 50 Kilometer beträgt die Entfernung zu den Alpen, aber an vielen Tagen sind sie am Horizont gut erkennbar. Bis in die Stadtmitte Münchens fährt man knapp 40 Kilometer. Optimal ist die Anbindung über die S-Bahn und auch die Tatsache, dass in Tutzing einige ICE-Züge halten.

Kirchenstraße mit Pfarrkirche St. Joseph

Der Ort wird bis heute vom ländlichen Charme Oberbayerns geprägt. Das merkt man an alten Bauernhäusern mit Lüftlmalerei genauso wie an den gepflegten Kirchenbauten, Kapellen und Wegkreuzen. Der Starnberger See erstreckt sich wie der Ort selbst in einer Senke und wird umrahmt von zahlreichen Erhebungen. Diese laden Einheimische wie Ausflügler zu Wandern, Radtouren und sonstigen Freizeitaktivitäten ein. Von den höchsten Punkten, wie der Ilkahöhe, kann man herrliche Panoramen genießen. Menschen, die nach Erholung suchen, wissen diese Qualitäten zu schätzen. Und so haben auch zahlreiche Prominente ihr Domizil in Tutzing.

Schloßstraße bei der Anlegestelle

Der Bahnhof ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in und um Tutzing. Nur wenig entfernt fällt die Kirche der evangelischen Gemeinde in den Blick, die etwas erhöht in der Hörmannstraße befindet. Von hier gelangt man zur Kirchenstraße, wo sich das Rathaus mit der Bücherei und die katholische Pfarrei mit der Pfarrkirche St. Joseph gegenüber stehen. Über dem Eingang prangt eine Figur des Namenspatrons. Nun hält man sich rechts, läuft die Traubinger Straße entlang, quert die Hauptstraße und kommt in der Schloßstrasse an. Im Schloss befindet sich die Evangelische Akademie Tutzing. Das ausgedehnte Anwesen mit seiner luxuriösen Ausstattung wird für Tagungen in Religion und Politik genutzt. Auf dem Nachbargrundstück kann eine goldene Marienstatue bewundert werden. Hier befindet sich auch die Anlegestelle der Bayerischen Seen-Schifffahrt. Der Steg bietet eine hervorragende Aussicht auf den Starnberger See und die Alpen.

Blick über den See mit Alpensicht

Durch eine Gasse, die ein echtes Bilderbuchmotiv darstellt, kommt man zu einem gut besuchten Restaurant. Von dort führt ein Wanderweg am Starnberger See entlang. Im vorderen Bereich sind kleine Fischerhütten ins Wasser gebaut. In der umliegenden Grünanlage wurde Johannes Brahms ein Denkmal gesetzt, denn er komponierte in Tutzing laut Inschrift drei Werke. Vorbei geht es an einem Café mit schöner Freiterrasse, vor dem zwei Löwen Wache halten. Am Rand des Weges sorgen Bäume im Sommer für eine schattige Abkühlung, immer wieder tauchen kleine Hütten und Stege auf, Bänke laden zu Ruhepausen ein. So lässt sich hier noch kilometerweit flanieren. Nicht nur wegen der schönen Aussichten lohnt sich der Besuch am See, egal ob man einen kurzen Spaziergang oder eine ausgedehnte Wanderung bevorzugt.

Fischerhütten im Wasser gebaut

Für Menschen, die gern laufen, bietet sich ein Besuch der Ilkahöhe an. Die Erhebung befindet sich am südwestlichen Rand von Tutzing. Vom Bahnhof aus läuft man nicht Richtung Ort, sondern in die andere Richtung zur Lindemannstraße. Diese Adresse kann man sich auch als Autofahrer merken, denn am Ausgang von Tutzing führt eine kleine Fahrstraße hinauf zur Ilkahöhe. Einen Bürgersteig gibt es auf dem letzten Stück Richtung Abzweigung nicht mehr, am einfachsten ist der Zugang von der Hofmannstraße aus. An einem Gehöft kann auf der Bank neben einem Inrikreuz Rast gemacht werden. Das Panorama ist es wert. Am Rande einer Weide läuft man weiter, kommt durch einen Wald und trifft auf einen Parkplatz.

St. Nikolaus auf der Ilkahöhe

Von hier aus sind zwei beliebte Ausflugsziele schon in Sichtweite: Zum einen die katholische Kirche St. Nikolaus, ein aus dem Mittelalter stammender Bau, der im Barock verändert wurde. Den Hochaltar schmückt neben einer Madonna noch die Figur des Namenspatrons. Der Eingangsbereich ist mit Schindeln verkleidet. Um die Kirche herum befindet sich ein sehr gepflegter Friedhof mit wenigen Gräbern. Daneben lädt der Gasthof Forsthaus Ilkahöhe in den Biergarten ein. Vom Parkplatz führt ein Wanderweg auch noch weiter. Wer sich gestärkt hat, kann die kurze Tour in Angriff nehmen und das Panorama vom obersten Punkt der Ilkahöhe genießen.

Panorama vom höchsten Punkt der Ilkahöhe

Auf den satten Wiesen weiden die Kühe, ganz unten erstreckt sich der Starnberger See, und in der Entfernung ragen die schneebedeckten Alpengipfel empor. Mit einer guten Wanderkarte lassen sich in diesem Gebiet noch viele Entdeckungen machen. Rund um Tutzing hat man eine typisch oberbayerische Landschaft. Hier werden keine herausragenden Attraktionen geboten. Der Besucher findet eine gute Infrastruktur vor und kann sich ganz in Ruhe vom Alltag erholen.

Wanderung am Starnberger See und zur Ilkahöhe bei Tutzing

Am Bahnhof halten Züge aller Klassen.

Das Rathaus von Tutzing

Die 1929 eingeweihte Pfarrkirche St. Joseph

Über dem Eingang befindet sich die Figur des Patrons.

Traubinger Straße mit Blick Richtung Hauptstraße

Evangelische Akademie Tutzing

Steg neben der Akademie

Auch die Möwen fühlen sich hier wohl.

An vielen Tagen ergibt sich ein guter Alpenblick.

Die Akademie vom Steg aus betrachtet

Anlegestelle der Bayerischen Seen-Schifffahrt

Starnberger See mit Alpen im Hintergrund

Marienstatue auf einem Grundstück an der Schloßstraße

Urige Architektur am Beginn des Uferweges

Blick auf die Fischerhütten

Rund um das Ufer gibt es viel zu sehen.

Denkmal für Johannes Brahms

Ein Schwan zieht seine Runden.

Zwei Löwen schauen vor einem Café auf den See.

Lüftlmalerei in der Marienstraße

Am südwestlichen Rand von Tutzing geht`s hinauf zur Ilkahöhe.

Warum nicht Pause machen an so einem schönen Platz ?

Forsthaus und Kirche St. Nikolaus

Eingang zum Friedhof

Die Kirche ist ein wahrer Anziehungspunkt in dieser Landschaft.

Vom Parkplatz führt noch ein Weg auf den höchsten Punkt, hier der Blick zurück. Im Hintergrund schimmert das Wasser des Starnberger Sees.

Seit eh und je einfach magisch: Die Alpen

Der höchste Punkt ist erreicht.

Auf satten Wiesen finden die Kühe ideale Bedingungen.

Schöne Aussicht am Rande des Wanderwegs

Zurück am Bahnhof, steht schon die nächste S-Bahn zur Abfahrt bereit.